| FREMDWÄHRUNGSKREDITE 2012 Kontakt imaco.at |
| Aufgrund
einer Empfehlung der Finanzmarktaufsicht vergeben Banken kaum noch
Fremdwährungskredite an Privatpersonen, das Risiko sei zu hoch. Dennoch
gibt es Ausnahmen für Private und Unternehmen.
Fremdwährungskredite werden in einer fremden Währung aufgenommen (CHF, USD, YEN, ...) und sind in dieser Währung zurückzuzahlen, am häufigsten sind CHF Kredite. Es handelt sich hier um eine spekulative Kreditvariante. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken, insbesonders das Wechselkursrisiko, bei endfälligen Varianten zusätzlich das Tilgungsträgerrisiko (wenn die Ansparvariante nicht die gewünschten Erträge liefert) und das Zinssatzrisiko, das Sie im Euro auch haben (steigende Zinsen). Der Vorteil liegt in einem traditionell günstigeren Basiszinssatz, aufgrund der Wechselkursschwankungen kann es zu kurzfristigen Vor- und Nachteilen kommen. Ein Fremdwährungskredit muss periodisch auf sein Konzept überprüft werden, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Insbesonders wenn die Restlaufzeit des Kredites wenige Jahre beträgt, besteht Handlungsbedarf. Zur aktuellen Situation bei Fremdwährungskrediten: Zahlreiche Banken raten derzeit zum Wechsel in den Euro, dabei wird mit günstigen Spesen und Zuckerln gelockt, meist bei CHF Krediten. Der Umstieg ist derzeit denkbar schlecht, da aufgrund des starken CHF sich der Kredit bei einem Umstieg in den Euro deutlich erhöht (Kursverlust wird realisiert). Davon profitiert nur die Bank, Sie nicht. Hier ist Vorsicht geboten und eine genaue Prüfung der Sachlage ist notwendig. Gerade aufgrund der meist noch langen Restlaufzeit des Kredites ist die aktuelle Situation mehr Chance als Risiko. Warum? Der CHF Zinssatz befindet sich auf historischem Niedrigstand, wodurch die Zinsbelastung minimal ist. Dieser Vorteil überwiegt derzeit den Nachteil des schlechten Wechselkurses deutlich. Vergleichen Sie, was Sie noch vor zwei Jahren bezahlt haben, mit der aktuellen Rate. Im Falle der Tilgungsträger, meist fondsgebundene Lebensversicherungen, leiden auch diese stark unter den schwachen Kapitalmärkten. Gerade das ist die Chance, bei monatlichen Zahlungen mehr Fondsanteile zu bekommen, als noch vor zwei Jahren. Es wäre zu empfehlen, die Zahlungen in den Tilgungsträgen sogar noch zu erhöhen, damit sich dieser Effekt (Cost-Average-Effekt) verstärkt. Cost-Average-Effekt: Wenn mit der gleichen monatlichen Zahlung jetzt mehr Fondsanteile erworben werden, ergibt sich ein zusätzlicher Gewinn im Falle der Erholung der Kapitalmärkte. Das bedeutet, Sie kaufen billiger ein und haben dadurch später einen zusätzlichen Gewinn bei steigenden Wertpapierkursen. Zusammenfassung: Jetzt wäre der optimale Zeitpunkt, einen Fremdwährungskredit aufzunehmen, der starke CHF wird auf diesem Level nicht halten können, da sind sich die Experten einig. Wenn der Franken abschwächt, entstehen deutliche Kursgewinne. Bestehende Fremdwährungskredite bieten derzeit den Vorteil der niedrigen Zinsen, Tilgungsträger profitieren vom Cost-Average-Effekt, das bedeutet, Sie verdienen auf beiden Seiten. Vorausgesetzt, die Restlaufzeit des Kredites beträgt noch mehrere Jahre und Sie haben einen qualitativ guten Tilgungsträger. Das ist jedenfalls jetzt unbedingt zu prüfen.
Handeln Sie nicht übereilt. Wir prüfen gerne Ihre aktuelle Kreditsituation und Ihren Tilgungsträger und empfehlen Ihnen eine sinnvolle Strategie. |
| Haftungsausschluss: Die angegebenen Informationen stellen lediglich eine Information dar und sind keine Beratung. Eine Beratung erfordert eine genaue Prüfung Ihrer persönlichen Situation und aller damit verbundenen Verträge. |
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